Protokoll
der 57. Sitzung des Runden Tisches für Hochfeld am 09.03.2004

Ort: Emil-Rentmeister-Schule, Gitschiner Str.

Moderation: Andrea Demming-Rosenberg

Protokollant: Franz Beuels



1 - Genehmigung des Protokolls der 56. Sitzung des Runden Tisches für Hochfeld

Das Protokoll der letzten Sitzung wurde einstimmig genehmigt.

2 - Vorstellung des neuen Pfarrers der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg-Hochfeld und Aufnahme eines neuen Mitglieds

Herr Augustin stellt sich als neuer Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg-Hochfeld (Pauluskirche) vor. Er war bislang in Düsseldorf tätig. In Kürze wird er seinen Wohnsitz von Duisburg-Neudorf nach Duisburg-Hochfeld verlegen und dann auch ständig vor Ort sein.

Herr Kurban hat die Mitgliedschaft am Runden Tisch beantragt. Er ist Repräsentant der türkischen Unternehmervereinigung TIAD. Sein Antrag auf Mitgliedschaft wird einstimmig angenommen.

3 - Situation von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil
- Arbeitsgruppe Kinder und Jugendliche-

Frau Spalevic, Frau Wojciechowski, Herr Kortmann und Herr Baus haben sich in einer Arbeitsgruppe zusammengefunden, um das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen in Hochfeld zu untersuchen. Dazu wurden insgesamt 342 Kinder und Jugendliche befragt, zu etwa zwei Dritteln Grundschüler und zu etwa einem Drittel Schüler weiterführender Schulen. Die Ergebnisse wurden von Frau Spalevic anhand von Overhead-Folien/Grafiken anschaulich dargestellt. Anschließend wurden die Ergebnisse der Umfrage in Form von Grafiken und Tabellen an alle Anwesenden verteilt. Einzelheiten sind den verteilten Unterlagen zu entnehmen.

Des weiteren wurde auf die 2. Schülerbefragung in Duisburg aus dem Jahr 2003 verwiesen. Informationsmaterial hierzu kann über die Universität Münster bzw. die Universität Trier unter www.uni-muenster.de oder www.uni-trier.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Anschließend erläutert Frau Grüning von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg ihre Spielraumanalyse bei 6 bis 14jährigen Kindern in Hochfeld. Die Erkundungen von Spiel- und Aufenthaltsorten der Kinder wurden im Jahr 2002 durchgeführt und im letzten Jahr aktualisiert. Mit den Kindern als "Stadtteildetektive" unterwegs, wurden die Orte ausfindig gemacht, an denen sich Kinder dieser Altersgruppe in ihrer Freizeit aufhalten. Diese Aufenthaltsorte oder "Spielplätze" wurden von Frau Grüning auf einer Karte des Stadtteils festgehalten und den Anwesenden erläutert.

Desweiteren wurde von Frau Grüning auf einige Planungen im Bereich der Schulhof/Spielplatzneugestaltung hingewiesen, z. B. auf die Neugestaltung des Schulhofes und des Spielplatzes der Grundschule am Hochfelder Markt oder die Neugestaltung des Wasserbereichs (Wasserpumpe) des Spielplatzes im Böninger Park. Berichtet wurde auch über die Bemühungen, weitere Spielplatzpaten aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Spielplätzen zu gewinnen.

Um die Situation von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Hochfeld zu verbessern, wurden im Anschluß drei Gruppen gebildet, die unter der Fragestellung:

Was ist zu tun? - Ideen, Vorstellungen, Forderungen

Vorschläge erarbeiten sollten. Hier die Ergebnisse im einzelnen:

Gruppe 1:

  • Schulhofgestaltung: Öffnung der Schulhöfe (Schulleitung!)
  • "Kinderführer"-Hochfeld: Infos über laufende Angebote für Kids und Jugendliche (Plätze, Orte etc.)
  • Hochfeld-Rallye im Rahmen eines Stadtteilfestes von Bürgern für Bürger (Kennlernen des Stadtteils), Unterschied Kinder/Jugendliche
  • "Böninger-Park-Sheriff"; Betreuung "Blaues Haus", Außengestaltung verändern (Er-wachsene einzäunen!!)
  • Sportplätze mehr ausbauen, einzäunen!!! (keine Hund, "Ballfang"; Achtung: Bürger nicht stören
  • "Klassisches Jugendzentrum"
  • Jugendkino mit attraktiven Filmen
  • Disco: Schule neutraler Ort; andere Vereine als Organisatoren
  • "Abhängen lassen!" Das gehört dazu!
  • Spielgeräte zum Abhängen
  • Mehr Spielstraßen
  • Hundeklos abschaffen! Keine Nutzung
  • Internet-Cafe für Kinder und Jugendliche

Gruppe 2:

  • Es gibt Angebote, die aber oft nicht bekannt sind; Vernetzung!
  • Betreuung von Flächen/Orten durch Erwachsene/Paten. Wer organisiert das?
  • Info-System für Kinder/Jugendliche
  • Wie kann Sicherheit im Böninger Park verbessert werden?
  • Bestehende und anlaufende Projekte müssen fortgeführt werden
  • Sprachförderung ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Muß ausgebaut werden.

Gruppe 3:

  • Spielplätze aufbereiten, pflegen
  • Gegenseitige Information der Einrichtungen über Angebote
  • "Schwimmtreff"
  • Angebote für gute Filme
  • Ausbau bestehender Einrichtungen
  • Angebote der Streetworker (definierte Zielgruppe)
  • Freiflächen, Sport, Abhängen
  • Kooperation Einrichtungen
  • Absprachen, Synergien in der Planung (Disco)
  • Klares Profil; Planung für Kinder
  • Hundeareal

Die weitere Diskussion ergab vor allem, daß ein Gesamtüberblick und eine Vernetzung der im Stadtteil vorhandenen Angebote von Jugendheimen, Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen etc. fehlt. Angesichts der für die Jugendarbeit in Zukunft zu erwartenden finanziellen Restriktionen sei es zudem wichtig, zu überlegen, bei welchem Träger bzw. bei welcher Initiative man neue Ideen in Zukunft "andockt".

Hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise erklären sich Frau Grüning und Frau Wojciechowski bereit, eine Aufstellung möglichst aller Anbieter im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in Hochfeld zu erstellen und diese dann zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen. Ein Gesamtkonzept zur besseren Vernetzung der Akteure vor Ort wird angestrebt. Zu-dem wird die Erstellung eines Flyers/einer Broschüre über alle Angebote im Stadtteil ins Auge gefaßt.

Herr Huland erklärt sich spontan bereit, ein bis zwei Stunden in der Woche im Böninger Park als Park-Pate Aufsicht zu führen. Zum Einstieg könnte hier eine polizeilicheUnterstützung oder aber die Übernahme einer offiziellen Spielplatzpatenschaft mit entsprechendem Ausweis der Stadt und einer Liste von Ansprechparnter/-innen bei Problemen (z. B. bei Müll-problemen) von Vorteil sein. Herr Kurban bietet zwecks Kenntlichmachung des Spielplatz-paten eine entsprechende Beflockung durch sein Sportgeschäft an.

4 - Verschiedenes

Frau de Haan informiert über das LOS-Projekt "fit am Start in Hochfeld". Jeden Montag von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr findet im Falkenheim auf der Zeppelinstr. ein Cafe für junge Erwachsene bis 24 Jahre statt ("Cafe4you"). Dort trifft sich dann gleichzeitig auch die Start-Gruppe Hochfeld, die das Ziel hat, sich fit für die Stellensuche zu machen und die Startchan-cen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Informationen über dieses Projekt sollen auch in den Internetauftritt des Runden Tisches integriert werden.

Zum Projekt "Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwache" gibt es keinen neuen Sachstand. Alle Anträge sind fristgerecht gestellt. Zur Zeit kann man nur abwarten.

Zur Problematik der Verschmutzung durch LKWs auf dem Adelenstr. sollen, da keine Verbesserung der Situation in Sicht ist, über den Stadtteilausschuß ordnungspolitische Maßnah-men eingeleitet werden. Das Problem muß weiter bekannt gemacht werden und auch durch weiteres Fotomaterial belegt werden.

Der Rückbau der Charlottenstr. auf eine Spur führt zur Zeit zu Staus und Beschwerden der Anwohner. Nach Herrn Fobbe´s Einschätzung ist dieses Problem erst zu lösen, wenn die Umgehungsstraße Vulkanstr. weitergebaut wird.

Auf Nachfrage von Herrn Mörbitz wird mitgeteilt, daß keine gesonderten Mittel für eine Imagekampagne für Hochfeld zur Verfügung stehen. Mittel für eine solche Kampagne müßten deshalb aus Mitteln für andere Projekte abgezweigt werden. Zudem sollte, falls doch eine Imagekampagne durchgeführt wird, ein Büro vor Ort diesen Auftrag erhalten. Es wird noch weiterer Diskussionsbedarf angemeldet und deshalb beschlossen, das Thema "Imagekampage" auf die Tagesordnung der Sitzung des Runden Tisches im Mai zu setzen.

Aus der Presse ist bekannt, daß Herr Akkurt für die Sanierung und Herrichtung der Fassade des Wasserturms in Hochfeld einen Zuschuß in Höhe von 201.000 € erhalten hat. Herr Fobbe teilt dazu mit, daß diese Maßnahme von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg als förderwürdig eingestuft wurde und dieser Zuschuß bei 50 % der Gesamtkosten der Fassadensanierung liege. Die Fassadensanierung des Wasserturms ist nach Herrn Fobbe´s Auskunft ebenso förderfähig wie jede andere Fassadensanierung in Hochfeld.

Laut Angabe des Eigentümers des Pavillons am Brückenplatz gibt es mehrere Interessenten, die hier ein Café/Bistro als Pächter betreiben würden. Ein Zuschlag ist jedoch noch nicht erfolgt. Aus der Runde werden Zweifel an dieser Aussage geäußert. Zudem wird darauf hingewiesen, daß mit der Herrichtung eines Cafés oder Bistros schon bald begonnen werden müßte, wenn es noch in diesem S ommer eröffnet werden soll. Ohne Café/Bistro bestehe die Gefahr, daß der Brückenplatz wieder verkomme.

Die nächste Sitzung des Runden Tisches findet aufgrund der Osterferien erst am 11. Mai 2004, diesmal in den Räumen des Schülerwohnheims des Vereins der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) auf der Hochfeldstr. 46 statt.



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